Aus purer Klangbegeisterung


Ob Monteverdi, Mozart oder Bruckner – immer steht das authentische Klangbild im Zentrum der musikalischen Intention des Dirigenten Aian Ianis. Dieses Suchen nach Klang-Idealen erfordert es, immer wieder Gewohntes zu hinterfragen, Grenzen auszuloten und mögliche Gegensätze zu wagen. Dabei ist es das Ziel, im Zusammenspiel aller Beteiligten, eine höchstmögliche Offenheit und Sensibilisierung für den Moment des «musikalischen Entstehenlassens» in den Konzerten zu erreichen.

 

Aian Ianis wird als Jungstudent Privatschüler von dem Musikwissenschaftler und Musikphänomenologen Prof. Dr. Gerhard Albersheim, parallel dazu widmet er sich einer Gesangsausbildung. Anschliessend studiert er Klavier und Dirigieren an den Musikhochschulen in Bern und Basel. Seine Tätigkeiten als Dirigent führen ihn von den Jungen Schweizer Sinfonikern über die Junge Deutsche Philharmonie mit dem mehrjährigen Projekt «Opernensemble Zauberflöte Bochum» zum Berliner Sibelius Orchester.

 

Als Gastdirigent folgt er den Einladungen des Turku Philharmonic Orchestra Finnland, des Ukrainian Symphony Orchestra Kiev, des Orchesters der Franz Liszt Hochschule Budapest, dem Barock-Orchester «La Scintilla» des Opernhauses Zürich und des London Symphony Orchestra. 

 

Heute konzentriert sich sein musikalisches Wirken zunehmend auf Ensembles mit musikhistorischem Bezug. So leitet er seit 25 Jahren das Vokalensemble «colla voce» der Universität Zürich, das sich auf die italienische Accapella-Musik der Renaissance spezialisiert hat. Über mehrere Jahre hat er als Leiter des Barockorchesters «The Chamber Orchestra of London» intensiv mit den britischen Spezialisten für die historische Aufführungspraxis der Barockmusik gearbeitet.

 

Auf Basis dieser Erfahrungen mit Musik der Renaissance und des Barock widmet er sich seit dem Jahr 1992 mit befreundeten Musikern in der Sinfonia Amadei ganz der Wiener Klassik. Im Laufe einer langjährigen gemeinsamen Konzerttätigkeit ist hier ein grosses Wissen und ein tiefer Erfahrungsschatz speziell über die historisch-authentische Aufführung der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Zeitgenossen entstanden.

 

Schließlich gilt sein Interesse auch dem grossen, romantischen Sinfoniker Anton Bruckner. Als Dirigent der Philharmonia Orpheo erkundet er auch das Werk dieses Komponisten und seiner Zeitgenossen. Die Begeisterung für den authentischen Klang ist seine eigentliche Motivation als Dirigent.

 

«Das ganze historische Wissen und Können bündelt und befreit sich gleichermassen im Augenblick des Entstehens und Vergehens von Klang, als ein Ausdruck persönlicher Authentizität.»

Die Orchester:


- Sinfonia Amadei

- Philharmonia Orpheo

- Vokalensemble «colla voce», Universität Zürich

- Young Ukrainian Philharmonic